Gboma, Seife und Kurkuma

Liebe Leser,

ich hoffe ihr seid gesund und der sonnige Frühling beeinflusst eure Stimmung mehr als die Corona Situation 😉

In Togo ist viel in den ersten drei Monaten dieses Jahres passiert.

Colette Lolonyo Akofa ist seit diesem Monat die Koordinatorin des Projektes und kümmert sich mit Hilfe ihrer Mitarbeiter um die Frauengruppen. Ich freue mich sehr über den neuen Elan, den das neue Team mitbringt. Das Erfolgsrezept von JVE ist, die Mitarbeiter regelmäßig auszuwechseln damit keine große Abhängigkeit der Frauengruppe an die Einzelpersonen entsteht und die Mitarbeiter motiviert bleiben. Ich bin immer wieder sehr gerührt, dass top ausgebildete Agrarexperten und Soziologen extra für das Frauenprojekt von der Stadt auf’s Land ziehen um mit den Frauen zusammenzuarbeiten. Colette besitzt sogar ein Auto, was die Arbeit erleichtert, da einige Frauengruppen weit entfernt in den Bergen wohnen und ihre Felder hatten.

Übrigens haben auch die Kollegen in Tsiko neben Klimaschützern auf der ganzen Welt die „L’heure pour la terre“ nach dem Motto „Licht aus. Klimaschutz an.“ gefeiert. Sie haben dazu Repräsentantinnen der Frauengruppen eingeladen. Diese haben sich mit den JVE Kollegen und den lokalen Dorfältesten über das Projekt und weitere Umweltschutzprojekte in der Gegend ausgetauscht.

Was machen die Frauengruppen derzeit für Aktivitäten?

Einige der Frauengruppen haben zuletzt Kurkuma angebaut. Nach der Ernte haben sie es weiter zu Pulver und flüssigem vor Ort beliebten Arzneimittel verarbeitet.
Andere Frauengruppen bauen derzeit das lokale Gemüse Gboma, eine Art afrikanische Aubergine auf ihren Feldern an.
Im Nachgang an die Corona-Sensibilisierungsschulungen, die die Frauengruppen letztes Jahr bekommen haben spezialisieren sich einige Frauen darauf Seife zum Verkauf herzustellen.

Für die nächsten Monate stehen weitere spannende Projekte an. Die Frauen bekommen weitere Entrepreneurship Schulungen und führen ihre Feldarbeit fort. Meine Lieblings-Saison – Die Mango und Avocado Saison ist gerade vorbei. Gerne – und nicht nur wegen den Mangos! – wäre ich auch mal wieder vor Ort, aber das muss wohl durch Corona etwas nach hinten geschoben werden.

Schaut doch gern in die Bildergalerie wo ich Fotos von den beschriebenen Aktivitäten in Togo hochgeladen habe.

Bleibt bitte gesund allerseits,

Eure Lena

Jahresrückblick 2020

Liebe Leser,

zu Weihnachten möchte ich einen kleinen Jahresrückblick machen.

Das Jahr 2020 war alles Andere als typisch. Die Pandemie stellte uns ab März allesamt auf die Probe. Sowohl in Deutschland als auch in Togo kam ein erster Lock down. In Togo wurden Märkte geschlossen und die Frauen hatten Schwierigkeiten ihre Waren zu verkaufen.
Währenddessen war in Deutschland kurzfristig ein dringender Bedarf an Masken und somit habe ich mir während meiner Kurzarbeit überlegt zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Ich kramte meine Togo Stoffe hervor, von denen ich seit den letzten Reisen noch einige gehortet hatte, und machte einen Maskennähaufruf. Engagierte FreundInnen, NachbarInnen und ein Flüchtlingsverein meldeten sich gleich und nähten Masken – Eine schöner als die Andere.

Mit dem Geld führten die Kollegen in Togo vom 13.-20. Mai eine Covid-19-Sensibilisierungskampagne in 9 der Dörfer von den Frauengruppen durch. Es wurden insgesamt 12 große Eimer zum Händewaschen (s. Fotogalerie), 36 Seifenspender und 12 Desinfizierungsmittel gekauft, sowie 25 große Plakate in den Dörfern aufgehängt.

2500 Dorfbewohner wurden mit der Kampagne erreicht und mit Masken ausgestattet, die die Frauengruppen organisiert haben. Es wurden Schulungen durchgeführt und die lokale Wirtschaft angekurbelt, da ausschließlich lokale gefertigte Masken und Waren verwendet wurden. Die Kampagne war so erfolgreich, dass sie noch in weiteren Regionen von JVE ausgerollt wurde 🙂
Corona ist vor Ort zwar nur eine Krankheit unter Vielen, Hygiene allerdings bekämpft jegliche Erreger.

Spendengelder aus Benefizkonzerten oder weiteren Veranstaltungen fielen dieses Jahr leider aus, deshalb mussten wir anderweitig kreativ werden. Im November starteten wir in Stuttgart dann eine weitere Aktion: Die Adventspost.
Ehrenamtliche Weihnachtswichtel verschickten einen Brief, einen Glühweingewürztee inkl. einer Anleitung für einen Corona konformen Adventsabend und ein Rezept für ein einfaches, togolesisches Gericht an die Freunde und Familie der Spender, die mitgemacht haben. Dafür musste lediglich ein einfaches Formular auf dieser Webseite ausgefüllt werden.
Insgesamt wurden 80 Briefe versendet und mehr als 3000 Euro eingenommen.

Was ist noch in Tsiko, wo das Büro des Projektes ist, passiert? Seit September arbeitet eine neue, mit Frauengruppen erfahrene Kollegin für das Projekt vor Ort: Colette Lolonyo. Ich bin im engen Austausch mit ihr und freue mich sehr, dass sie neben Dodzi mit den Frauen arbeitet. Colette hat einige Fotos und Videos der Frauen der letzten Monate auf diese Seite hochgeladen.

Ich bedanke mich im Namen der Frauen vom ganzen Herzen bei allen Unterstützern in diesem Jahr! Dieses Video zum 10. Jubiläum habe ich zu Beginn des Jahres gemacht. Ich freue mich riesig, dass ich heute noch ein paar Namen neuer Togo Unterstützer hinzufügen kann.  

Bleibt gesund und habt erholsame Feiertage!

eure Lena

Herbstkollektion Togo Masken

Liebe Leser,

Seit dieser Woche gibt es wieder einen Schwung Masken. Diesmal im Herbststyle, ebenfalls mit von mir original mitgebrachtem Stoff 🙂 Bestellung für treue Leser ist auch per Versand möglich.

Die Covid19-Sensibilisierungkampagne mit den Frauengruppen war ein voller Erfolg. Sie besitzen nun neben vielen Masken der Nähereien aus dem Dorf auch einen Wasserspender zum Händewaschen. Diesen stellen sie regelmäßig den Bewohnern des Dorfs zur Verfügung. Das beugt Infektionen vor – nicht nur für Corona sondern auch für andere Krankheiten. Darüber hinaus ist es in der Community eine tolle Werbung für die wichtige Arbeit der Frauengruppen. Wer französisch kann und Interesse hat: Es gibt einen spannenden Projektbericht darüber zu lesen. Einfach bei mir melden.

Ihr könnt euch demnächst auf eine kleine Adventsaktion freuen bei der ein paar Weihnachtswichtel euren Liebsten etwas togolesische Adventsstimmung nach Hause bringen! Bevor wir vor lauter Abstand, Social Distancing und wegbleibenden Weihnachtsmärkten noch vereinsamen…
Schaut also bald wieder vorbei 😉

Bis bald,
Lena

Togo Spirit für den Herbst

Liebe Leser,

ich hoffe ihr kommt gut durch die dunkle Jahreszeit und genießt die Gemütlichkeit Zuhause. Da das Reisen derzeit erschwert ist, bringt euch hoffentlich meine Berichterstattung aus dem fernen Togo etwas Kultur auf die Couch oder ins Home Office.

Die diesjährige Semaine de la Biodiversité musste leider ohne mich stattfinden. Ein Vor Ort Besuch war dieses Jahr leider nicht drin. Anfang Oktober kamen über 100 Frauen des Projektes gemeinsam mit lokalen und internationalen Gästen aus Nachbarländern zusammen. Sie nahmen an 9 Tagen an Landwirtschaftsschulungen teil, aßen zusammen und feierten ihre Kultur und ihren Regenwald. Ausgestattet mit schicken Togo Masken (von euren Spenden :)) teilten sie ihre Erfahrungen auf dem Feld, pflanzten Bäume und vertrieben ihre lokalen Erträge. Impressionen findet ihr in diesem Video sowie in der Bildergalerie. Das Logo meines Projektes hat es neben die Logos einiger großer Organisationen, die JVE unterstützen auf T-Shirts und Banner geschafft, was mich etwas stolz macht 🙂

Die Fotos wecken einerseits mein Fernweh. Andererseits bringen sie mir etwas positives togolesisches Lebensgefühl in meinen gerade zeitweise etwas tristen Corona Alltag.

Wenn ich an Benefizkonzerte für Togo und internationalen Festivals  in Stuttgart zurückdenke, kommt es mir vor, als wären sie aus einem anderen Leben. Leider führt Social Distancing dazu, dass der kulturelle Austausch und internationale Begegnungen in Deutschland darunter leiden. Zumindest ist das in meinem Alltag gerade der Fall.

Umso erleichterter bin ich darüber, dass die Internetanbindung nach Tsiko immer stabiler wird und ich per Video oder Fotos immer mehr mitbekomme. Vor ein paar Monaten hatte ich sogar eine professionelle Zoom Besprechung mit Dodji, Projektkoordinator vor Ort und Sena, JVE Gründer.

Im nächsten Post berichte ich mehr über das Maskenprojekt – was ein großer Erfolg war. Ihr könnt euch auch schon auf eine Herbstkollektion von Togomasken freuen 🙂

Haltet die Ohren trotz Lockdown steif!

Lena

Video zum 10 jährigen Jubiläum 🥳

Liebe Leser,

Dank Eurer großzügiger Spenden zum Maskenprojekt werden bereits 2.700€ vor Ort für die Sensibilisierung der Frauen und ihrer Dörfer eingesetzt.

Neben diesem erfolgreichen Projekt gibt es noch etwas zu feiern ! Das Frauenprojekt hat dieses Jahr sein 10 Jähriges Jubiläum 🥳🎊🤩

Mit diesem Video möchten sich die unterstützten Frauen herzlich bei allen Spendern bedanken.

Dank Euch werden sie zusammen mit bis zu 200 Frauen aus 10 Dörfern der Regionen Kpele und Danyi bei landwirtschaftlichen Aktivitäten unterstützt. Das Projekt hat das Leben ihrer Familien bereits nachhaltig verändert.

Vielleicht findet ihr auch Euren Namen im Video?
Persönlich erwähnt werden Einige der Spender am Ende des Jahres 2019/Anfang 2020 (leider nicht der großzügigen Masken-Spender, da das Video vorher erstellt wurde!)

Ich danke Euch vom ganzen Herzen und wünsche Euch eine schöne Woche!

Lena

Bericht aus Togo – Corona Sensibilisierungskampagne

– – – Alle Spenden zum Maskenprojekt werden hier gesammelt – – –

Hallo Leser,

Danke für euer Interesse an den Masken. Dank der absolut überwältigenden Spendenbereitschaft der letzten Wochen haben die Kollegen in Togo schon so Einiges in Gang setzen können.

Ein kleiner Bericht aus Togo:

Vor einigen Tagen wurde die Covid-19 Sensibilisierungs-Kampagne gestartet. 2.000€ sind bereits beim Projekt angekommen.
In dem Dorf Hoéme, in dem wir eine Frauengruppe betreuen, haben die Kollegen Masken verteilt und eine erste Schulung zum Thema Hygiene durchgeführt. In der Galerie seht Ihr Fotos von den von den Frauen verteilten Masken, dem neuen “Wasserhahn” zum Händewaschen, sowie einem großen Informationsplakat für die restlichen Dorfbewohner. Die Aktion wird sich schnell herumsprechen und dabei helfen Leben retten.
Mich beeindruckt bei den Fotos, dass vorbildlich auf einen Sicherheitsabstand geachtet wird. Gleichzeitig bedrückt es mich, da ich weiß, wie wichtig vor Ort die körperliche Nähe ist.

Der Spendenstand liegt übrigens bei 1.859€ hier + 335€ in Bar = 2.194€

Bis bald,
Lena

Danke und Update zum Maskenprojekt

– – – Alle Spenden zum Maskenprojekt werden hier gesammelt – – –

Kurz:
– Spendenstand ist 1.543,99€ 🥳👏
– Danke an engagierte Näher, Spender und Maskenträger

Lang:

Hallo Leser,

Der Aktuelle Spendenstand ist 1.543,99€! Jung und Alt spendete, aus allen Teilen von Deutschlands – und das Beste ist: Es scheint noch so weiter zu gehen in den nächsten Tagen und Wochen 🙂

Seit 10 Tagen setzten sich einige engagierte Personen aus Deutschland an die Nähmaschine und zaubern ehrenamtlich Masken. Das Ergebnis sind wunderschöne Masken, oft im “Togo Style”, und zufriedene Maskenträger, die sich um diese Masken derzeit reißen. In diesem Beitrag möchte ich mich herzlich bei ihnen bedanken:

– Das internationale Team der Nähwerkstatt MARGA aus Frauen und Männern aus Afghanistan, Deutschland, Irak und Syrien aus Rutesheim (Fotos hier)
– Maria aus Gütersloh (eine Freundin der Familie)
– Livi und Alisa, Freundinnen aus Stuttgart
Ours, Künstlerin
– Katrin, Anna, Lena, Nicole, Mareike, Verena und Ina aus der Nachbarschaft, die sich über eine Internetplattform bei mir gemeldet haben

Ich hatte in den letzten Tagen sehr schöne Begegnungen und es rührt mich, dass sich so viele um Togo sorgen und durch Maskennähen, Spenden und sonstigen Aktionen unterstützen!

Meine Vision ist, dass die bunten Masken aus afrikanischem Stoff von möglichst Vielen getragen werden und uns etwas Farbe in den Corona Alltag bringen. Hoffentlich übertragen die bunten Muster etwas Lebensfreude an diejenige unter uns, die sie gerade dringend brauchen. Sei es, dass sie gerade abgeschottet von ihrer Familie leben müssen oder ihren Arbeitsplatz verlieren.

Ich freue mich nach wie vor über jede(n), der/die
1) Nähen kann und Masken spendet (ich stelle gerne afrikanische Stoffe zur Verfügung)
2) eine Maske braucht und Geld spendet
3) einfach nur so Geld spendet
3) das Projekt an seine Freunde verbreitet

Grüße aus meinem letzten Kurzarbeits-Montag. Ab Morgen muss ich wieder 90% (meist von Zuhause) arbeiten – bestimmt bleibt mir aber auch noch Zeit für dieses wunderschöne Projekt.
Von den Frauen in Togo gibt es ganz bald wieder Fotos – das wurde mir versprochen.

Bis dahin, bleibt gesund,

Lena

Update zum Maskenprojekt

– – – Alle Spenden zum Maskenprojekt werden hier gesammelt – – –

Kurz:

– Spendenstand 845€ 🥳🥳🥳👏
– Masken können bei mir in Stuttgart abgeholt werden, bei Interesse in diesen Chat eintreten
– Projekt jetzt auch in Rutesheim und Gütersloh – Ihr habt auch die Möglichkeit Masken zu bekommen
– Spender aus ganz Deutschland haben sich schon finanziell beteiligt 🙏

Lang:

Liebe Maskenträger,

Ich hatte ein sehr erlebnisreiches Wochenende hinter mir. Hier die
Highlights:

Die bisher gespendeten Masken (Danke an Katrin aus der Nachbarschaft!) gingen weg wie warme Semmel und ich habe wunderbare Fotos zufriedener Maskenträger gesehen. Danke, dass ihr so unkompliziert und vor allem alle gut getaktet hintereinander vorbeigekommen seid. So entstand glücklicherweise keine unfreiwillige Maskenparty vor meiner Haustür. In der Tat hatten die letzten Tage mit der Maskenausgabe vor meiner Haustür einen südländischen Flair – fast wie in Togo vor Corona!

Der Spendenstand ist jetzt schon mit unglaublichen 845€ höher als erwartet und die Kollegen, Frauengruppen und Schneider aus Togo sind sehr glücklich. Sie können mit dem Extra Spendengeld schon jetzt einige Dörfer sensibilisieren. Dodzi, der Verantwortliche vor Ort und die Frauengruppen haben sich folgende Aktivitäten mit Hilfe eurer Spenden vorgenommen:
– Wasserspender für’s Händewaschen kaufen bzw. konstruieren und Dörfern zur Verfügung stellen
– Schulungen zur Sensibilisierung und Aktionen im Dorf wo die Teilnehmer am Ende zum Dank eine Maske geschenkt bekommen. Ziel ist die Sensibilisierung von über 500 Bewohnern in 10 Dörfern.

Heute kam eine besonders große “Lieferung” von 25 Masken von der Künstlerin Ours. Sie freut sich sehr, wenn Ihr sie auf Instagram weiterverfolgt. Die in Neuffingen lebende Amerikanerin engagiert sich in diesen Zeiten aufopfernd, insbesondere auch indem sie Andere mit ihren Vorlagen zum Nähen motiviert. Bei Interesse melden – Ours hat ebenfalls welche für nicht Englisch- und Deutschsprachige Mitbürger gemacht.

Auch meine Freundin Livi war fleißig und hat aus ihrem afrikanischen Stoff, den ich ihr mal mitgebracht habe wunderschöne Masken genäht.

Inzwischen engagiert sich auch Susanne und der Freundeskreis Flüchtlinge des Nachbarortes Rutesheim. Freiwillige Spenden bei ihrer Maskenausgabe gehen direkt das neu entstandene Projekt in Togo. Eine tolle Initiative, danke an das internationales Nähteam aus Frauen und Männern aus Afghanistan, Deutschland, Irak und Syrien!

In Gütersloh werden noch Näher*innen gesucht. Es gibt schon einige Interessenten und meine Mama hat schöne Togo Stoffe für euch! Einfach melden.

Ebenfalls erzählen einige engagierte Nachbarn, die von einer durch Corona neu belebten Internetplattform miteinander vernetzt sind, bisher von ihnen Beschenkten Maskenträger*innen von dem Projekt.
Tolle Idee – so wird das Näh-Engagement unserer Mitbürger NOCH mehr geschätzt. Ihre Maske ist nicht nur ein Geschenk an denjenigen, der die Maske bekommt sondern auch für so so einige Togolesen.

Ihr seid absolut klasse!

Lena

Mundschutzmasken für Togo

Hallo Liebe Leser,

ich hoffe Ihr und eure Liebsten seid gesund und euch fällt die Decke zu diesen Zeiten nicht auf den Kopf.

Da mich mittlerweile schon so Einige gefragt haben, wie die „Corona-Situation“ in Togo ist, hier ein kleiner Bericht:

Es gibt dort in mehreren Regionen vereinzelt Fälle. Viele Togolesen haben Angst. Einige Ausgangssperren werden von der Polizei brutal kontrolliert. Die größeren Städte sind abgeriegelt, wozu es zu Versorgungsengpässen kommen kann. Ein Kollege schreibt „Les gens ont faim. Ils vont manger quoi en restant confiner?“ Die Menschen in Togo sind zwar angehalten zu Hause zu bleiben, allerdings ist dies schwer einzuhalten, wenn eine Familie von der Hand in den Mund lebt.

Nach intensivem Kontakt mit Freunden und Kollegen Vor Ort hatte ich somit folgende Idee:

Es gibt gerade in Deutschland so Einige versteckte Talente die mit ihren Nähmaschinen dringend gebrauchte Mundschutzmasken zaubern (Respekt dafür!).
Genau euch möchte ich dafür gewinnen, zu helfen auch in Togo etwas zu bewirken.
Das Konzept ist:

Ehrenamtliche Helfer nähen Mundschutze in Deutschland (ggf. mit afrikanischen Stoffen, bei Bedarf einfach bei mir melden).
Käufer können einen Mundschutz gegen einen freiwilligen Spendenbetrag erwerben. Mit dem Geld werden in Togo lokal Mundschutze genäht und denjenigen, die es am dringendsten brauchen geschenkt. Ein Mundschutz (s. Foto) kostet dort je nach Qualität und Wiederverwendbarkeit lediglich 50 Cent bis 5€.
Somit wird in Togo die Landbevölkerung für das Thema Hygieneschutzmaßnahmen sensibilisiert und der Corona Virus breitet sich dort nicht weiter aus.
Insbesondere bekommen die Änderungsschneidereien dringend benötigte Aufträge. Aufgrund der Ausgangssperren haben viele Kleinunternehmer mittlerweile Schwierigkeiten den Lebensunterhalt ihrer Familien zu verdienen.

Ich freue mich über jeden, der
1) Nähen kann und ein paar Masken spendet
2) Masken gegen eine freiwillige Spende möchte und damit vor Ort die Verbreitung lokal genähter Masken unterstützt

Die Spenden werden hier eingesammelt, da wir separat von dem Landwirtschaftlichen Aktivitäten Buch führen.

Bleibt Gesund!

Lena

PS: Auf facebook wird das Projekt mit vielen Fotos live verfolgt. Natürlich werde ich demnächst auch hier darüber berichten.