Weihnachtspost ein voller Erfolg

Hallo Leser!

Ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr gestartet. Die Advents- und Weihnachtskartenaktion dieses Jahr war ein voller Erfolg. Aufgrund von Datenschutzrichtlinien kann ich keinen einzelnen Spendern danken, da ich diese nicht erfahre. Ich habe von Misereor jedoch erfahren dass insgesamt 1.656€ in der Weihnachtszeit gespendet wurden. Damit ist die Finanzierung des Projektes für 3 Monate zunächst gesichert!

Hiermit möchte ich allen von Herzen danken die bei der Aktion mitgemacht haben. Allen, die Karten geschrieben haben, die ihren Liebsten von den Frauen in Togo erzählt haben und natürlich gespendet haben. Ein besonderer Dank geht an Zena, die das Design gemacht. Es hat viel Spaß gemacht mit dir zu Brainstormen und deinen Etsy Shop zu unterstützen, der wirklich sehenswert ist!

Dieses Wochenende bekomme ich den neuen Jahresplan von Colette der derzeitigen Projektverantwortlichen aus Togo und bin sehr gespannt was die Kollegen mit den Frauen planen, anbauen, ernten und verkaufen 🙂

Wer übrigens Französisch kann, kann sich gern ein Interview mit ihr, welches in einer lokalen Zeitschrift erschien durchlesen (schreibt mir dafür einfach). Dort spricht sich Colette dafür aus die jungen Togolesen/Westafrikaner zu motivieren in ihrem Heimatland zu bleiben, es schätzen zu lernen anstelle es dem Rücken zu kehren und in Westlichen Ländern ein neues Leben fern von ihrer Familie zu starten.

Habt ein tolles Wochenende,

Lena

Adventskarten in Mettingen

Die letzten zwei Adventssamstage waren voller Zauber in meinem kleinen Ort Mettingen Esslingen. Die bei allen Nachbarn als „Tante Lene“ bekannte Claudia hat an ihrem schönen Lädchen im Ortszentrum einen Ort zum Kennenlernen, Austauschen bei Punsch und Plätzchen gestellt. Dafür bin ich sehr dankbar.

Danke auch an alle großzügigen und vor allem interessierten Mettinger und Besucher, die gegen eine Spende eine Togokarte mitgenommen haben. Danke an Zena für das Design der Karten, die übrigens auch als digitale Video-Weihanchtskarte zu haben sind.

Meine Füße sind mittlerweile wieder aufgewärmt 🙂

Habt morgen einen wunderbaren vierten Advent!


eure Lena

Meine Nachbarin Georgette aus Togo kam auch vorbei.

Spendenaktion in der Weihnachtszeit


Weihnachten ist für alle da. Auch für die Frauen meines Projektes in Togo, die jeden Tag mit dem Klimawandel zu kämpfen haben und durch klimafreundliche Landwirtschaft versuchen, diesen aufzuhalten und gleichzeitig eine Zukunft für ihre Familien zu schaffen.


Liebe Leser,

Dieses Jahr gibt es wieder eine tolle Advents- und Weihnachtsspendenaktion! Ich freue mich riesig, wenn ihr mitmacht! Ihr könnt gegen eine freiwillige Spende eine digitale Karte an eure Liebsten senden.
Hier gibt es alle Infos dazu.

Ich wünsche euch eine tolle Adventszeit,

eure Lena


Große Hoffete und dankbare Frauengruppen

Liebe Leser,

Danke an meine lieben Verwandten Hildegard, Paul, Eva, Karsten, Andreas, Kathi, Kathy und Thorsten. ❤️ Sie haben eine große Fete auf ihrem wunderschönen Hof veranstaltet und anstelle von Geschenken ihre Gäste um Spenden gebeten.
Es kam eine unglaubliche Summe von 4.700€ zusammen, wovon die Hälfte der Spendengelder an das Frauenprojekt geht. Danke an alle Gäste und diejenigen, die gespendet haben obwohl sie aufgrund von Corona oder Sonstigem verhindert waren!
Die Fete war ein voller Erfolg, bei sommerlichen Temperaturen wurde bis spät in die Nacht am Bierwagen gefeiert und eine 90er Party Band hat für Tanzstimmung gesorgt. Es wurde außerdem eine wunderschöne, große Skulptur einer Savannenlandschaft versteigert.

Mit 2350€ können 50 Frauengruppen unterschiedlicher Dörfer mit einer Kasse, Heften, Stifte ausgestattet werden und geschult und betreut werden. Damit schmeißen die Frauen ihr überschüssiges Geld zusammen um größere Investitionen tätigen zu können. Sie können sich somit gegenseitig bei Schicksalsschlägen aushelfen und einzelnen Frauen größere Beträge leihen. Das ist eine Vorstufe der Mikrofinanzierung, natürlich ohne Zinsen. Das System heißt AVEC in Westafrika.

Bis bald, Lena

Kassenabschluss und Start ins neue Jahr 2022

Ich hoffe ihr hattet schöne Weihnachtstage und seid gut in das neue Jahr 2022 gestartet. Bei uns war diese Advents- und Weihnachtszeit alles anders 🙂 Unserer kleine Leonie ist am 24.11. geboren und hat uns wunderschöne erste Wochen bereitet.

Somit hatte ich leider keine Zeit für eine Weihnachtsaktion. Trotzdem haben Einige von euch an die Frauen gedacht und gespendet. Vielen Dank an euch!

In Togo läuft das Projekt super. Die Frauengruppen machten ihren Jahreskassenabschluss wo ein Teil des Geldes, was sie gemeinsam in die Kasse erwirtschaftet und eingezahlt haben an die Mitglieder ausbezahlt wird. Auf dem Foto ist die Frauengruppe Novissi des Dorfes Danyi N’Digbe abgebildet. Diese System nennt sich AVE&C (Association Villageoise d’Epargne et de Crédit). Wer sich mehr dafür interessiert – ich habe mal eine Seminararbeit darüber (sowie das Prinzip der Frauengruppen als Kleinbauern allgemein) geschrieben.

Die Frauen, die beim neuen Projekt Slow Food mitmachen starten ihre  Gärten und sind hochmotiviert. In ein paar Wochen kommt der neue Projektbericht und neue Jahresplan von der Hauptmitarbeiterin Colette und ich bin ganz gespannt 🙂
Die Nichtregierungsorganisation JVE, die die Mitarbeiter für das Projekt stellt und die korrekte Verwendung eurer Spenden regelmäßig überprüft, findet mit zunehmenden Sorgen um den Klimawandel immer mehr Anhänger bzw. Freiwillige in mittlerweile ganz Afrika. Das stimmt mich sehr positiv. Es wäre genial, wenn zukünftig zunehmender Wohlstand nicht mit zunehmendem Verbrauch an Ressourcen einhergeht. Das ist aber noch ein sehr weiter Weg aus meiner Sicht. Hier die Webseite von JVE mit einem Bericht über das Frauenprojekt.

Habt einen guten Start in dieses Jahr und bis bald,

Lena

Slow Food Gärten

Liebe Leser,


ich hoffe ihr seid gesund und ihr könnt den goldenen Herbst etwas genießen. Ich kann die Sonne derzeit in vollen Zügen genießen, da ich seit zwei Wochen in Mutterschutz bin. In etwa einem Monat bekommen wir eine Tochter und meine Vorfreude ist riesig!

Nun habe ich etwas Ruhe von den vielen Aktivitäten in Togo zu berichten. Dort waren die Frauen und meine Kollegen vor Ort nämlich wieder sehr fleißig und haben so Einiges bewegt. Colette, die immer noch das Büro mit den mittlerweile über 6 Mitarbeitern in Tsiko leitet berichtet mir regelmäßig per Mail oder über Whatsapp und versorgt mich mit Bildern, die ich in die Fotogalerie hochgeladen habe.

Die Frauengruppen haben einen Teil ihrer landwirtschaftlichen Erzeugnisse verarbeitet und für den lokalen Markt haltbar gemacht. In den Fotos seht ihr Gewürzmischungen aus Puder zum Kochen von deftigen lokalen Speisen mit Fisch und Lamm-/Schaffleisch und Tee. Gewürze sind z.B. Kurkuma oder Moringa (lokaler „Meerrettich“). Für mich ist das eine wesentliche Steigerung gegenüber dem bisherigen Verkauf des unverarbeiteten Gemüses und ich freue mich, dass die Frauen ihr Wissen aus den Schulungen dieses Projektes erfolgreich anwenden konnten. Des Weiteren wurden von einigen der Frauengruppen Seifen hergestellt.

Außerdem haben drei der betreuten Frauengruppen eine Förderung der weltweiten Initiative „Slow Food Garden“ bekommen, was mich besonders freut 🙂
Ingo, ein Engagierter der Stuttgarter Vereinsgruppe hatte mich bei Facebook angeschrieben, ob sich nicht ein Gemeinschaftsgarten mit meinem Projekt kombinieren lässt. Über die zentralen Ansprechpartner der Bewegung in Italien wurden dann meine Kollegen von Togolesischen Slow Food Aktivisten kontaktiert und so kamen Projekte in drei der Dörfer der Frauengruppen zustande. Jetzt werden drei Kleingärten jeweils von den Frauen betreut. Ziel ist es, der ländlichen Bevölkerung (insbesondere der Kinder) Wissen über die lokalen Pflanzen näher zu bringen damit dieses nicht verloren geht. Einen Slow Food Garten dieses weltweiten Vereins hatte ich bereits in Tansania bei einer Frauengruppe gesehen und war sehr begeistert. Die Frauen haben dort Kinder und Jugendliche in einer Schule motiviert anzupacken und mitzuhelfen und hatten eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen in ihrem Terrain. Ich bin gespannt was die Gärten in Togo bringen und verfolge es neben den Infos meiner Kollegen u.a. auf dieser Seite (jetzt steht dort noch nicht viel, da wir gerade erst gestartet sind).

Ich wünsche euch eine schöne Woche und sende liebe Grüße aus Esslingen (Ich wohne seit 3 Monaten nicht mehr in Stuttgart sondern nebenan in Esslingen).

Eure Lena

Gboma, Seife und Kurkuma

Liebe Leser,

ich hoffe ihr seid gesund und der sonnige Frühling beeinflusst eure Stimmung mehr als die Corona Situation 😉

In Togo ist viel in den ersten drei Monaten dieses Jahres passiert.

Colette Lolonyo Akofa ist seit diesem Monat die Koordinatorin des Projektes und kümmert sich mit Hilfe ihrer Mitarbeiter um die Frauengruppen. Ich freue mich sehr über den neuen Elan, den das neue Team mitbringt. Das Erfolgsrezept von JVE ist, die Mitarbeiter regelmäßig auszuwechseln damit keine große Abhängigkeit der Frauengruppe an die Einzelpersonen entsteht und die Mitarbeiter motiviert bleiben. Ich bin immer wieder sehr gerührt, dass top ausgebildete Agrarexperten und Soziologen extra für das Frauenprojekt von der Stadt auf’s Land ziehen um mit den Frauen zusammenzuarbeiten. Colette besitzt sogar ein Auto, was die Arbeit erleichtert, da einige Frauengruppen weit entfernt in den Bergen wohnen und ihre Felder hatten.

Übrigens haben auch die Kollegen in Tsiko neben Klimaschützern auf der ganzen Welt die „L’heure pour la terre“ nach dem Motto „Licht aus. Klimaschutz an.“ gefeiert. Sie haben dazu Repräsentantinnen der Frauengruppen eingeladen. Diese haben sich mit den JVE Kollegen und den lokalen Dorfältesten über das Projekt und weitere Umweltschutzprojekte in der Gegend ausgetauscht.

Was machen die Frauengruppen derzeit für Aktivitäten?

Einige der Frauengruppen haben zuletzt Kurkuma angebaut. Nach der Ernte haben sie es weiter zu Pulver und flüssigem vor Ort beliebten Arzneimittel verarbeitet.
Andere Frauengruppen bauen derzeit das lokale Gemüse Gboma, eine Art afrikanische Aubergine auf ihren Feldern an.
Im Nachgang an die Corona-Sensibilisierungsschulungen, die die Frauengruppen letztes Jahr bekommen haben spezialisieren sich einige Frauen darauf Seife zum Verkauf herzustellen.

Für die nächsten Monate stehen weitere spannende Projekte an. Die Frauen bekommen weitere Entrepreneurship Schulungen und führen ihre Feldarbeit fort. Meine Lieblings-Saison – Die Mango und Avocado Saison ist gerade vorbei. Gerne – und nicht nur wegen den Mangos! – wäre ich auch mal wieder vor Ort, aber das muss wohl durch Corona etwas nach hinten geschoben werden.

Schaut doch gern in die Bildergalerie wo ich Fotos von den beschriebenen Aktivitäten in Togo hochgeladen habe.

Bleibt bitte gesund allerseits,

Eure Lena

Jahresrückblick 2020

Liebe Leser,

zu Weihnachten möchte ich einen kleinen Jahresrückblick machen.

Das Jahr 2020 war alles Andere als typisch. Die Pandemie stellte uns ab März allesamt auf die Probe. Sowohl in Deutschland als auch in Togo kam ein erster Lock down. In Togo wurden Märkte geschlossen und die Frauen hatten Schwierigkeiten ihre Waren zu verkaufen.
Währenddessen war in Deutschland kurzfristig ein dringender Bedarf an Masken und somit habe ich mir während meiner Kurzarbeit überlegt zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Ich kramte meine Togo Stoffe hervor, von denen ich seit den letzten Reisen noch einige gehortet hatte, und machte einen Maskennähaufruf. Engagierte FreundInnen, NachbarInnen und ein Flüchtlingsverein meldeten sich gleich und nähten Masken – Eine schöner als die Andere.

Mit dem Geld führten die Kollegen in Togo vom 13.-20. Mai eine Covid-19-Sensibilisierungskampagne in 9 der Dörfer von den Frauengruppen durch. Es wurden insgesamt 12 große Eimer zum Händewaschen (s. Fotogalerie), 36 Seifenspender und 12 Desinfizierungsmittel gekauft, sowie 25 große Plakate in den Dörfern aufgehängt.

2500 Dorfbewohner wurden mit der Kampagne erreicht und mit Masken ausgestattet, die die Frauengruppen organisiert haben. Es wurden Schulungen durchgeführt und die lokale Wirtschaft angekurbelt, da ausschließlich lokale gefertigte Masken und Waren verwendet wurden. Die Kampagne war so erfolgreich, dass sie noch in weiteren Regionen von JVE ausgerollt wurde 🙂
Corona ist vor Ort zwar nur eine Krankheit unter Vielen, Hygiene allerdings bekämpft jegliche Erreger.

Spendengelder aus Benefizkonzerten oder weiteren Veranstaltungen fielen dieses Jahr leider aus, deshalb mussten wir anderweitig kreativ werden. Im November starteten wir in Stuttgart dann eine weitere Aktion: Die Adventspost.
Ehrenamtliche Weihnachtswichtel verschickten einen Brief, einen Glühweingewürztee inkl. einer Anleitung für einen Corona konformen Adventsabend und ein Rezept für ein einfaches, togolesisches Gericht an die Freunde und Familie der Spender, die mitgemacht haben. Dafür musste lediglich ein einfaches Formular auf dieser Webseite ausgefüllt werden.
Insgesamt wurden 80 Briefe versendet und mehr als 3000 Euro eingenommen.

Was ist noch in Tsiko, wo das Büro des Projektes ist, passiert? Seit September arbeitet eine neue, mit Frauengruppen erfahrene Kollegin für das Projekt vor Ort: Colette Lolonyo. Ich bin im engen Austausch mit ihr und freue mich sehr, dass sie neben Dodzi mit den Frauen arbeitet. Colette hat einige Fotos und Videos der Frauen der letzten Monate auf diese Seite hochgeladen.

Ich bedanke mich im Namen der Frauen vom ganzen Herzen bei allen Unterstützern in diesem Jahr! Dieses Video zum 10. Jubiläum habe ich zu Beginn des Jahres gemacht. Ich freue mich riesig, dass ich heute noch ein paar Namen neuer Togo Unterstützer hinzufügen kann.  

Bleibt gesund und habt erholsame Feiertage!

eure Lena