Benefizkonzerte in Stuttgart

Liebe Leser,

Ein Traum wird für mich war und ich darf euch zu zwei wunderbaren Events einladen:

Zusammen mit meinem Stuttgarter Chor organisiere ich zwei Benefizkonzerte am 13.12. und 16.12..

Wir singen vor allem moderne Lieder von Coldplay oder Michael Jackson. Überzeugt euch von diesem Video unseres letzten großen Konzertes!

Neben dem Musikalischen gibt es auch drum herum noch viel Togolesisches zu Erleben!

Ich freue mich auf euer Kommen!

Lena
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Die Semaine de la Biodiversité 2018

Hallo Leser,

während meinem letzten Besuch in Togo habe ich an der SBC (Semaine de la Biodiversité) in Tsiko, dem Dorf meines Projektes teilgenommen. Sie wurde von der Organisation JVE (Jeunes Volontaires pour l’Environnement), die die Mitarbeiter meines Projektes stellt organisiert. Mit diesem Beitrag werde ich etwas auf die Inhalte eingehen.

Die SBC vereint internationale Gäste aus afrikanischen Ländern wie Niger, Mali oder Ghana mit den Kleinbauern der Region meines Projektes Kpélé und Danyi. Für mich war es sehr faszinierend zu sehen, wie Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen kamen. Sie verbindet alle der Kampf für eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft, die den Familien der Kleinbauern in ganz Afrika eine würdevolle Existenz sichert.

Am ersten Tag wurden die 200 Teilnehmer in 5 Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe z.B. baute in den folgenden Tagen aus Lehm holzsparende Öfen, eine andere verkaufte Solarlampen an die Landbevölkerung. Meine Gruppe nannte sich „Agroécologie“ (Agrarökologie).

Wir starteten mit einer lebendigen Diskussion über die Probleme der Regionen, aus denen die Teilnehmer kamen. Wie an so vielen Orten auf der Welt wird auch in Afrika oftmals durch kurzfristiges Handeln das kostbare Agrarland zerstört. Das nimmt den Bauern, die den Großteil der Bevölkerung darstellt, die Lebensgrundlage. Die Gründe sind vielschichtig: Fehlende Gesetzte, fehlende Bildung, Korruption und gewinnorientierte Agrarkonzerne sind Einige von ihnen.

Ich möchte eins von vielen Beispielen erläutern: Vor ein paar Jahren wurde genmanipuliertes Saatgut an die Kleinbauern verteilt – es hat den Ertrag erst einmal gesteigert und alle im Dorf waren glücklich. Im nächsten Jahr mussten die Samen plötzlich teuer gekauft werden, wofür die Landwirte kein Geld hatten. Da Agrarunternehmen Patente auf das Saatgut haben, können Bauern es nicht mehr auf natürliche Weise herstellen, was sie abhängig macht. Gleichzeitig war der Acker nach einer Saison genmanipulierter Pflanzen plötzlich für biologische, natürliche – und vor Allem günstige – Samen nicht mehr zu gebrauchen. So schnell kann es gehen – und eine Familie oder ganze Dörfer haben auf einmal nichts mehr zu Essen – obwohl ihr Land eigentlich fruchtbar genug ist oder in dem Fall war.
Hier ist viel Sensibilisierungsarbeit bei der Landbevölkerung zu leisten. Schließlich kann man von einem Analphabeten, der nie die Chance hatte zur Schule zu gehen nicht verlangen, geschenkte Samen, die offensichtlich eine ertragreiche Saison versprechen, abzulehnen, weil ihm die Auswirkungen bewusst sind. Dafür braucht es geschulte und studierte Agrarexperten und Organisationen wie JVE, die durch die SBC und meinem Projekt Zugang zur Landbevölkerung haben. Besser und absolut notwendig wären natürlich Gesetze und Regularien, die solche Geschäfte verbieten (wie wir es in der EU haben), aber dazu haben die Politiker in Afrika zu wenig Macht und sind dazu oft noch korrupt.

Nach den Diskussionen zeigten die Agrarexperten von JVE uns Teilnehmern der Agrarökologiegruppe wie man z.B. mit einfachen Hausmitteln Biodünger oder Biopflanzenschutzmittel herstellt. Das spart im Vergleich zu umweltschädlichen und teuren Pestiziden Geld, vermeidet Krankheiten und schont die Natur. Würden alle Landwirte diese einsetzen, hätten die Togolesen in der Region auch noch in 20 Jahren fruchtbaren Boden, der die Bevölkerung ernähren kann.
Die Angereisten aus dem Norden – sprich der Wüste – warnten ihre Nachbarn aus dem fruchtbareren Süden Westafrikas vor den extremen Bedingungen wie Dürren, die ihre Vorfahren durch Rodung der Wälder in der Vergangenheit mit verursacht haben. Ein sehr trauriges und bewegendes Thema.

Mit dem Hintergedanken passten wir alle besonders auf, als uns auf dem Feld gezeigt wurde, wie aus Zutaten wie Wasser, Zucker oder Alkohol auf einfachste Weise das Land schonend bewirtschaftet werden kann. Alle schworen gemeinsam, die gelernten Praktiken auf ihren Feldern anzuwenden und das Wissen wieder zurück in ihre Dörfer zu tragen. Mit Ausnahme von mir vielleicht – als Elektromotoreningenieurin bin ich in der täglichen Praxis etwas weit weg von dem Anbau von Reis, Maniok oder Ähnlichem. Für mich war es dennoch sehr wichtig, selbst mal Teilnehmerin einer Schulung gewesen zu sein, die die Frauengruppen so oft auch durch mein Projekt bekommen.

Ich habe in den zwei Wochen viel über die Situation der Togolesen und ihrer Nachbarländer gelernt. Ich weiß einige EU-Gesetze und v.a. Bio-Produkte noch mehr zu schätzen als vorher – da sie uns vor solchen Problemen bewahren. Wobei unser „Wohlstand“ heutzutage im Vergleich zu Togo ja nur noch zu einem verschwindend geringen Anteil von der Landwirtschaft abhängt. Gerade deshalb sind die derzeitigen 8% Biologische Felder in Deutschland meiner Meinung nach nicht ausreichend. Wenn man bedenkt, dass wir Deutschen in so vielen Technologien führend sind, können wir in der Landwirtschaft noch etwas nachlegen. (Wer sich für das Thema interessiert:  hier ist eine tolle Dokumentation dazu https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-die-oeko-rebellen-vom-himalaya-104.html). Mit unserem Wissen und Wohlstand haben wir die Verantwortung für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur und könnten so manche Verflechtungen zwischen Politik und Wirtschaftsunternehmen mehr hinterfragen bzw. idealerweise lösen.

Besonders rührte mich in Tsiko das unermüdliche Engagement der weither angereisten Gäste und vor allem natürlich das, der Frauen meines Projektes. Sie hören trotz erschwerter Lebensbedingungen und vieler Steine, die ihnen in den Weg gelegt werden, nicht auf, für eine nachhaltige Entwicklung zu kämpfen.
Für mich war es das erste Mal, dass ich so viel Zeit mit einigen Frauengruppenmitgliedern verbringen konnte und fachlich in ihre „Welt“ eintauchen konnte.

Mein Besuch war, insbesondere dank der SBC also ein voller Erfolg und motiviert mich, den Zweijahrestakt meiner Besuche in Togo nochmal zu überdenken – und jedes Jahr vorbeizuschauen! Eines Tages dann auch einmal mit einer ganzen „Delegation“ interessierter Freunde aus Deutschland 🙂  Denn diese Erfahrung möchte ich keinem kulturinteressiertem Abenteurer vorenthalten!

Bis bald,
eure Lena

Zurück aus Togo

Wow – es liegen gute 2 Wochen voller wunderschöner Momente und spannender Erlebnisse in Togo hinter mir. Wie jedes Mal vor Ort, haben meine Freunde und die Frauen des Projektes durch ihre Dankbarkeit und Liebe dafür gesorgt, dass ich mich für jede Sekunde meines Engagements der letzten zwei Jahre seit meinem letzten Besuch wertgeschätzt gefühlt habe.

Highlights meines Aufenthaltes waren für mich die Besuche der mittlerweile immer dynamischeren und engagierteren Frauengruppen in ihren Dörfern und auf ihren Feldern sowie die „Semaine de la Biodiversité“. Die wurde von meinen Freunden und Kollegen aus der Organisation JVE (Jeunes Volontaires pour l’Environnement), die die Mitarbeiter und das Büro meines Frauenprojektes stellt, organisiert. Für 1,5 Wochen wurden 250 Journalisten, Aktivisten aus anderen Nichtregierungsorganisationen und landwirtschaftsbegeisterte, engagierte Freiwillige von JVE aus unterschiedlichsten afrikanischen Ländern in das kleine Dorf Tsiko meines Projektes eingeladen. Der sonst so idyllisch ruhige Ort war somit im Ausnahmezustand und jeden Abend wurde auf dem „Place Publique“ gelacht, gesungen und getanzt. Als einzige Weiße und mittlerweile im Dorf bekannte „Yovo“ (das heißt „Weiße“) wurde ich des Öfteren mal unwissend mit der Ansage „Und jetzt tanzt Lena zu dem Song X“ in die Mitte geschoben 😀 Die Togolesen haben eine ganz besondere herzliche Art sich über andere lustig zu machen und scheuen sich vor keiner (aus Sicht manchen Deutschen bewerteten) „Blamage“. Das ist jetzt natürlich unabhängig meiner öffentlichen Auftritte zu verstehen 😉

Jeden Tag habe ich mit Frauen meines Projektes, den internationalen Gästen und den lokalen Bauern tagsüber gearbeitet und abends getanzt bis man dann spät für ein paar Stunden Schlaf bis zum Aufstehen z.T. wieder um 5 ins Bett fiel.

Meine Freundin Victorine hat zusammen mit 12 Köchinnen im Garten meiner Unterkunft für 250 Leute 3x am Tag gekocht – mit den einfachsten Mitteln (also stellt euch vor ihr seid Campen und müsst 250 Leute versorgen!). Immer wieder kamen neue Tiere, die dann den nächsten Tag in den Kochtopf kamen. Mit der ersten süßen Ziege habe ich mich noch angefreundet, da sie 2 Nächte und Tage lang geweint hat – außer ich habe sie gestreichelt. Nachdem mich alle damit geärgert haben, wo denn meine Freundin ist – und wie lecker das Mittagessen war – habe ich mir ein dickes Fell angelegt – und habe letztendlich am letzten Tag selbst 2 Ziegen gekauft – die für meine Geburtstagsparty in den Kochtopf kamen… – so passt man sich halt an 😀

Es folgt ein Blogbeitrag speziell über die Themen der „Semaine de la Biodiversité“.

Eure Lena

Was ein Einhornflummi in Togo bewirken kann

Gestern habe ich mich gefühlt wie zu Weihnachten 😀 ! Mich hat ein großes Paket voller Geschenke für die togolesischen Kids erreicht ! Großer Dank an Nina aus Denkingen, die sich erfolgreich im Spielzeuggeschäft ausgetobt hat! (ohne das ich jemals danach gefragt habe)

Ich sehe zu viele Waren aus Europa in Afrika zwar manchmal kritisch (Klamotten vor allem) – allerdings will ich die Geschenke die ich mitbringe gut einsetzten. Die Familien der Frauen meines Projektes werden dem ganzen Dorf erzählen, dass der Flummi oder der fliegende Dinosaurier von den Geldgebern des Frauenprojektes aus Deutschland sind. Hoffentlich werden wir damit mehr Aufmerksamkeit auf mein Projekt lenken und mehr Dorfbewohner für den Umweltschutz, gemeinsamer Feldarbeit unter Frauen und die Wichtigkeit des Schulbesuchs der Kinder sensibilisieren – wofür mein Projekt und JVE in der Region täglich kämpfen! Somit kann also schon ein kleiner bunter Luftballon Gutes bewirken.

Wie Ihr seht gibt es viele Möglichkeiten mein Projekt zu unterstützen! Auch habe ich schon einige Laptops und Smartphones von lieben Freunden und Kollegen bekommen – vielen Dank dafür und weiter so bei der Suche im Keller 😉

Jetzt quillt mein Reisegepäck zwar komplett über – aber ich kann es kaum erwarten dank Ninas Initiative für viele strahlende Kindergesichter zu sorgen. Die Dankbarkeit für solche Kleinigkeiten ist immer sehr bewegend für mich. Selbst die Gummibärchen vom letzten Mal haben die Frauen der Frauengruppen zwar kurz in den Mund gesteckt, dann aber wieder rausgenommen um sie für die Familie aufzubewahren 😀 😀 (oder sie haben ihnen nicht geschmeckt, mir schmeckt das togolesische Essen ja schließlich auch nicht)

Die Fischertechnik-Traktoren müssen die Frauen meines Projektes allerdings zunächst im Rahmen eines Teambuildings selbst zusammenbauen – zu sehr wollen wir die Togolesen ja auch nicht verwöhnen 😉

In voller Vorfreude auf Togo,

Lena

 

Mein Besuch in Togo 2018

Vor 2 Jahren habe ich schon über die jährliche Semaine de la biodiversité geschrieben, an der einige Frauen der Frauengruppen meines Projektes dank eurer Spenden teilnehmen konnten. Dieses Jahr fliege ich persönlich hin um mit engagierten Togolesen und einigen Besuchern aus den Nachbarländern über lokale Maßnahmen gegen den Klimawandel zu diskutieren. Wir werden 1,5 Wochen im Wald Workshops zu nachhaltiger Landwirtschaft machen, Bäume pflanzen, auf dem Feld arbeiten und abends tanzen. Wer Französisch kann, kann hier nachlesen wie es letztes Jahr war. Vor Allem werde ich während meines Besuchs die einzelnen Frauengruppen in ihren Dörfern besuchen. Ich bin schon ganz gespannt, wie sie sich weiterentwickelt haben!

Wer übrigens noch Laptops, Tablets oder Smartphones für Togo übrig hat, bitte bei mir melden!

Danke an 3 geniale Redakteure

Es gibt viele Möglichkeiten mein Projekt auf seine ganz individuelle Weise zu unterstützen. Meine drei schreib-talentierten Freunde haben ein wunderschönes Absolventenbuch unseres Freundeskreises aus dem Studium erstellt. Es war uns allen viel mehr Wert als es gekostet hat – und somit haben Zena, Hendrik und Paddy zu einer Spende aufgerufen. Es kamen 735 Euro zustande! Dank der großzügigen Spenden konnten (neben den vielen anderen Aktivitäten, die man mit so viel Geld dort machen kann!) einige Frauengruppen lernen, wie man Produkte aus meinem Lieblingsprodukt –> MANGOS!!! herstellt. Sie haben sie z.B. getrocknet und Mangoessig hergestellt.

Schulung für Entrepreneurship

Hallo Liebe Spender,

ich möchte gern ein Foto aus meinem Projekt mit euch teilen:

Repräsentanten von vier Frauengruppen sind in die nächst größere Stadt Pkalimé gefahren und haben im August an einer Schulung zum Unternehmertum teilgenommen. Das wird ihnen die Planung und Durchführung von Aktivitäten auf dem Feld und im Handel in ihren Frauengruppen erleichtern.

Spendet fleißig weiter um weitere Schulungen und Unterstützung durch Experten zu ermöglichen!

eure Lena

Weihnachtsspende ToGo?

Die Frauen freuen sich wenn Ihr von eurem Weihnachtsgeld ein wenig nach Togo schickt! Das Geld wird im nächsten Jahr dringend für Landwirtschaftsschulungen und Besuche der Frauen durch die Mitarbeiter meines Projektes benötigt.

Spenden geht über dieses Konto:

MISEREOR-Spendenkonto
IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10
BIC GENODED1PAX
„Zweck W30811 JVE Togo Frauen“

Über betterplace geht es leider erst wieder, wenn ich einen Verein gegründet habe.

Ich wünsche euch nachträglich frohe Weihnachten und ein glückliches Jahr 2017!

Semaine de la biodiversité

Einige Impressionen der „Semaine de la biodiversité“ an der hunderte Togolesen teilgenommen haben. Dank eurer Spenden konnten auch einige der Frauen meines Projektes mitwirken! Sie konnten ihr Wissen teilen und haben so einiges über nachhaltige Landwirtschaft dazugelernt.